Was ist Katakana?
Katakana ist die zweite der drei japanischen Schriften (neben Hiragana und Kanji). Wie Hiragana ist es eine Silbenschrift mit 46 Grundzeichen — und sie steht für dieselben Silben wie Hiragana.
Wofür wird Katakana verwendet?
Katakana hat einen klaren Zweck:
- Lehnwörter aus anderen Sprachen: 「コーヒー」 (kōhī, 'Kaffee'), 「コンピューター」 (konpyūtā, 'Computer')
- Eigennamen ausländischer Personen, Länder, Marken: 「ドイツ」 (Doitsu, 'Deutschland'), 「クラウディオ」 (Kuraudio, 'Claudio')
- Tier- und Pflanzennamen in wissenschaftlichen Texten: 「サクラ」 (sakura, 'Kirschblüte')
- Lautmalerei und Betonung wie Kursivschrift im Deutschen
Wichtig: Wenn du in einem japanischen Text ein Wort siehst, das nach 'ausländisch' klingt, ist es fast sicher in Katakana geschrieben.
Was lernst du in dieser Lektion?
Die ersten drei Reihen der Katakana-Tabelle, also 15 Zeichen:
- Die fünf Vokale: 「アイウエオ」 (a, i, u, e, o)
- Die K-Reihe: 「カキクケコ」 (ka, ki, ku, ke, ko)
- Die S-Reihe: 「サシスセソ」 (sa, shi, su, se, so)
Hiragana vs. Katakana — gleicher Klang, andere Form
Dieselben Silben gibt es in beiden Schriften:
- 「あ」 (Hiragana a) ↔ 「ア」 (Katakana a)
- 「か」 (Hiragana ka) ↔ 「カ」 (Katakana ka)
- 「し」 (Hiragana shi) ↔ 「シ」 (Katakana shi)
Charakteristisch: Katakana wirkt eckig und scharfkantig, Hiragana rund und fliessend. Das ist der schnellste Weg, sie auf einen Blick zu unterscheiden.
Tipp: Sprich jedes Zeichen laut aus, während du es ansiehst. Das verknüpft Form und Klang im Gedächtnis.